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IT-Notfallplan für Unternehmen: Was tun bei Cyberangriff, Ausfall oder Datenverlust?
Wenn Server, Microsoft 365, Netzwerk oder wichtige Daten plötzlich nicht mehr verfügbar sind, zählen klare Zuständigkeiten und die ersten Minuten. Dieser Plan hilft Geschäftsführung, Office-Management und internen IT-Verantwortlichen, ruhig und strukturiert zu handeln.
Kurzfassung: die ersten 15 Minuten
Bei einem IT-Notfall geht es zuerst nicht um perfekte Technik, sondern um Kontrolle: Schaden begrenzen, Beweise sichern, Kommunikation bündeln und Wiederanlauf priorisieren.
Ruhe bewahren und Ereignis protokollieren.
Uhrzeit, betroffene Systeme, Symptome und erste Beobachtungen festhalten.
Nicht hektisch neu starten.
Bei Verdacht auf Ransomware, Angriff oder Datenverlust können Neustarts Spuren zerstören.
Betroffene Geräte isolieren.
Netzwerk trennen, WLAN deaktivieren, aber Geräte möglichst eingeschaltet lassen.
Entscheider und IT-Ansprechpartner informieren.
Eine Person koordiniert, eine Person dokumentiert, eine Person kommuniziert.
Schaden begrenzen
Zugänge sperren, betroffene Geräte isolieren, verdächtige E-Mails nicht weiterleiten und externe Datenträger nicht anschließen.
Beweise sichern
Screenshots, Fehlermeldungen, Zeitpunkte, Nutzerkonten und betroffene Systeme dokumentieren. Das hilft IT, Versicherung und ggf. Behörden.
Wiederanlauf planen
Nicht alles gleichzeitig retten: zuerst Kommunikation, Buchhaltung, Kundendaten, Warenwirtschaft und produktive Arbeitsplätze priorisieren.
Notfallmatrix: Wer macht was?
Tragen Sie diese Rollen vor dem Ernstfall ein. Im Notfall sollte niemand suchen müssen, wer entscheiden darf oder wen man zuerst anruft.
| Rolle | Name / Kontakt | Aufgabe im Notfall |
|---|---|---|
| Geschäftsführung | Entscheidet über Betriebsunterbrechung, externe Kommunikation, Budget und Meldewege. | |
| IT-Koordination | Steuert Dienstleister, interne IT und Wiederanlauf der Systeme. | |
| Datenschutz | Prüft Meldepflichten, betroffene personenbezogene Daten und Dokumentation. | |
| Kommunikation | Informiert Mitarbeitende, Kunden, Lieferanten und ggf. Presse abgestimmt und einheitlich. | |
| Externer IT-Partner | UKNS: | Analyse, Eindämmung, Wiederherstellung, Backup-Prüfung und technische Dokumentation. |
Checkliste nach Szenario
Cyberangriff oder Ransomware
- Betroffene Rechner vom Netzwerk trennen, nicht ausschalten.
- Keine Lösegeldkommunikation ohne Beratung starten.
- Passwörter betroffener Konten zurücksetzen, MFA prüfen.
- Mail-Weiterleitungen und unbekannte Admin-Konten kontrollieren.
- Backup-Status prüfen, bevor Wiederherstellungen gestartet werden.
Server- oder Netzwerkausfall
- Betroffene Standorte, Dienste und Nutzergruppen notieren.
- Strom, Internet, Firewall, Switches und Serverstatus dokumentieren.
- Keine Mehrfach-Neustarts ohne Diagnose durchführen.
- Priorisierte Dienste festlegen: Telefonie, E-Mail, ERP, Dateien.
- Ausweichprozesse aktivieren: Mobilfunk, lokale Listen, Papierfreigaben.
Datenverlust
- Nicht weiter auf betroffene Datenträger schreiben.
- Gelöschte Ordner, Zeitpunkt und Nutzer festhalten.
- Cloud-Papierkorb, Versionierung und Backup-Snapshots prüfen.
- Keine Reparaturtools auf Originaldatenträgern ausführen.
- Wiederherstellung zuerst auf Kopie oder Ersatzsystem testen.
E-Mail-Konto kompromittiert
- Konto sperren oder Passwort sofort ändern.
- MFA zurücksetzen und neue Geräte prüfen.
- Weiterleitungsregeln, App-Passwörter und OAuth-Freigaben entfernen.
- Versandte Nachrichten und mögliche Phishing-Empfänger erfassen.
- Team vor Folge-Mails und Zahlungsbetrug warnen.
Vorbereitung: Was vor dem Ernstfall vorhanden sein sollte
Aktuelle Systemliste mit Servern, Cloud-Diensten, Netzwerkgeräten und kritischen Anwendungen.
Backup-Konzept mit Wiederherstellungstest, Aufbewahrungsfristen und Offline-/Immutable-Kopie.
Admin-Konten mit MFA, Notfallzugängen und sauberer Rechtevergabe.
Kontaktliste für Geschäftsführung, IT, Datenschutz, Versicherung, Hosting, Telefonie und Schlüsselpersonen.
Kommunikationsvorlagen für Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten.
Entscheidung, welche Systeme innerhalb von 4, 24 und 72 Stunden wieder verfügbar sein müssen.
Sie möchten den Notfallplan einmal sauber vorbereiten?
UKNS unterstützt Unternehmen in Leipzig bei Backup-Prüfung, Sicherheitscheck, Microsoft-365-Absicherung, Notfallhandbuch und Wiederanlaufplanung.
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